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02/2018

Pendlermobilität - Die Schiene im Fokus

Studie der KE-CONSULT Kurte&Esser GbR für die IHK Köln in Zusammenarbeit mit der ISI Köln GmbH

 

Vorstellung der Studie bei der IHK Köln am 21.02.2018

 

Die IHK Köln hat im Frühjahr 2017 eine Studie zur Pendlermobilität beauftragt. Ziel der Studie ist es, Ansatzpunkte zu identifizieren, um die Erreichbarkeit der Unternehmen für ihre Mitarbeiter aufrechtzuerhalten oder zu verbessern und den Umweltverbund zu stärken.

In Köln pendeln derzeit täglich etwa 860.000 Beschäftigte (400.000 Binnen-, 316.000 Ein- und 144.000 Auspendler) - Tendenz steigend. Der überwiegende Teil nutzt den Motorisierten Individualverkehr (MIV), also vor allem das Auto, mit allen negativen Folgen: Überlastung der Straßen, Staus, Zeitverluste, ökologische und ökonomische Schäden, Belastung für die Pendler. Nur ein relativ geringer Teil des Pendlerverkehrs wird über die Schiene abgewickelt. Die Gründe dafür liegen zum einen im Schienenverkehrsangebot selbst bzw. den begrenzten Kapazitäten. Zum anderen ist hohes Potential in der Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel (Stichwort: moderne Mobilität) erkennbar, das derzeit noch recht wenig ausgeschöpft wird. Die vorliegende, von der IHK Köln im Frühjahr 2017 in Auftrag gegebene Untersuchung zeigt die Stärken und die Schwächen im Bahnverkehr aus Pendlersicht und entwickelt Ansatzpunkte, moderne Pendelmobilität mit hoher Beteiligung des Schienenverkehrs zu realisieren, um so eine gute Erreichbarkeit der Arbeitsstätten in der Region aufrechtzuerhalten.

Basis dafür bildet eine breite Befragung von Pendlern in und um Köln im vierten Quartal 2017. Aus dieser Befragung stehen Datensätze von mehr als 2.300 Pendlern zur Verfügung, die nicht repräsentativ sind, jedoch einen sehr guten Einblick in die Wünsche der Pendler geben. Unterstützt wird die Pendlerbefragung durch Experteninterviews, die mit Personalmanagern bzw. den Verantwortlichen für das betriebliche Mobilitätsmanagement verschiedener Unternehmen geführt wurden.

Die Pendler schätzten 69 verschiedene Themen in 5 Themenbereichen (Bahnhöfe, Züge, Verkehrsnetze, Mobilitätsketten und betriebliches Mobilitätsmanagement) bezüglich ihrer Wichtigkeit und ihrer Zufriedenheit ein.

  • Die TOP-Themen sind Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Bahnen, Optimierungen von Abfahrtzeiten und Taktdichten sowie Kapazitäten und Zuggrößen. Dies sind jedoch nur drei von insgesamt 20 Themen mit prioritärem Handlungsbedarf („sehr wichtig“ und „sehr unzufrieden“), die identifiziert werden konnten.
  • Im Themenbereich Bahnhof wird Verbesserungsbedarf vor allem bei der Aufenthaltsqualität gesehen. Dabei sind vor allem die „basics“ von Interesse: Erscheinungsbild, Toiletten, Aufenthaltsräume. Zusatzangebote wie Einkaufsmöglichkeiten, Restaurant etc. werden von den Pendlern eher als „schön zu haben“ angesehen.
  • Die moderne Mobilität in Form von Verknüpfung von Verkehrsträgern und Sharing-Modellen spielt in den Köpfen noch keine große Rolle. Diese Themen wurden vielfach als „schön zu haben“ bewertet. Hier ergeben sich für die Zukunft Ansatzpunkte für das betriebliche Mobilitätsmanagement.

Für die Zukunft sollten zum einen die identifizieren Schwächen rund um den Bahnverkehr beseitigt werden, um ein funktionsfähiges Verkehrssystem für die Pendler zu erhalten bzw. zu stärken. Die Ausführungen in den jeweiligen Kapiteln geben wichtige Hinweise für die Priorisierung der Maßnahmen.

Allerdings wird es nicht ausreichen, die Probleme zu beseitigen. Statt dessen sind zusätzlich Maßnahmen zu ergreifen, die eine zukünftige moderne Mobilität er­möglichen. Als Ansatzpunkte werden vor allem die Bahnhöfe, die ihre Funktion als „Mobilstation“ festigen und ausweiten sollten, und das betriebliche Mobilitätsmanagement, in dem enorme Potentiale zur Bündelung und Effizienz­verbesserung im Pendlerverkehr liegen, gesehen.

 

Pendlermobilität - Die Schiene im Fokus
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© KE-CONSULT Kurte&Esser GbR 01.03.2016 last updated 20.07.2018