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01/2018

Ladezone im Blickpunkt

- Anforderungen an die Güterversorgung der Stadt -

Studie der KE-CONSULT Kurte&Esser GbR für die IHK Köln in Zusammenarbeit mit TH Nürnberg

 

Vorstellung der Studie bei der IHK Köln am 25.01.2018

 

Der Lieferverkehr ist für die Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung in Städten von großer Bedeutung. Steigender Online-Handel, zunehmender Kostendruck auf den stationären Handel und fortschreitende Arbeitsteilung lassen für den innerstädtischen Lieferverkehr hohe Wachstumsraten erwarten. Als wesentlicher Problempunkt in der Abwicklung der Letzte-Meile-Verkehre wird die Be- und Entladung beim Empfänger bzw. Versender von Waren angesehen.

 

Die Studie „Ladezonen im Blickpunkt“ untersucht für die Städte Köln und Leverkusen Umfang und Struktur des Lieferverkehrs und die Probleme auf der letzten Meile. Auf Basis von empirischen Erhebungen und Interviews mit Beteiligten werden Handlungsempfehlungen abgeleitet.

 

In Köln halten täglich etwa 130.000 Mal, in Leverkusen etwa 18.000 Mal Lieferfahrzeuge an, um Waren zuzustellen bzw. in Empfang zu nehmen. Dies geschieht zum Teil auf privaten Parkplätzen und an Laderampen, zu einem großen Teil aber auch im öffentlichen Straßenraum, zum Beispiel in Ladezonen. Von den in der Studie befragten Handels- und Gastronomieunternehmen gibt nur etwa ein Viertel an, Waren über private Parkplätze und Laderampen zu empfangen. Für den überwiegenden Teil dient die Straße bzw. die Ladezone vor dem Geschäft als Be- und Entladebereich.

 

Leider sind Ladezonen, die in den Städten für die Belieferung eingerichtet wurden, oft fehlbelegt. Eine Langzeitbeobachtung von Ladezonen in Köln und in Leverkusen ergab, dass in 81 Prozent der Beobachtungen die Ladezone durch Pkw belegt ist, so dass Lieferfahrzeuge dort keinen Platz mehr haben. In der Folge fahren Lieferfahrzeuge weiter, um einen freien Halteplatz zu finden, oder halten in der 2. Reihe und entladen von dort. Beides ist mit beträchtlichen negativen Konsequenzen für den Verkehrsfluss verbunden.

 

Unsere Gespräche mit Einzelhändlern, Logistikern und kommunalen Vertretern zeigen, dass die Problemlage allen Beteiligten bewusst ist. Dabei stehen nicht nur die jetzigen Behinderungen und Ineffizienzen im Vordergrund, sondern vor allem auch die Probleme, die ein weiter wachsender Lieferverkehr mit sich bringt. In anderen Städten im In- und im Ausland sind neue Lieferkonzepte bereits erprobt und eingesetzt worden, deren Anwendung sich auch für Köln und für Leverkusen eignen würden. Besonders vielversprechend ist das Mikro-Depot-Konzept, bei dem die „allerletzte“ Meile von einem zentralen Standpunkt aus per Fahrrad oder zu Fuß bedient wird. Entsprechend empfehlen wir, dieses Konzept in eine Lieferverkehrsstrategie, die sich aus kurz- bis langfristig wirksamen Maßnahmen in den Bereichen Kontrolle, Dialog, Anreize/Rahmenbedingungen, Wissensbasis/ Konzeptionelle Planung zusammensetzt, aufzunehmen. Wichtig bei der Planung und der Umsetzung von Maßnahmen ist der gesellschaftliche Dialog unter Beteiligung aller Stakeholder. Nur im Dialog kann die notwendige Akzeptanz für Maßnahmen geschaffen werden, die für eine künftige nachhaltige Abwicklung des Lieferverkehrs notwendig sind.

 

Die Ladezone im Blickpunkt – Anforderungen an die Güterversorgung der Stadt
zum download

 

 

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© KE-CONSULT Kurte&Esser GbR 01.03.2016 last updated 20.07.2018